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Akustik im Restaurant verbessern

Wenn alle reden: der Gastraum

Je mehr Personen sich in einem Raum aufhalten und miteinander kommunizieren, desto lauter wird es. Unwillkürlich hebt jeder die Stimme, damit alle Gesprächsbeteiligten gut verstehen. Die Messwerte einer laut geführten Unterhaltung übersteigen die von Strassenverkehr beim Schallleistungspegel zum Teil beträchtlich. Der sogenannte Cocktailpartyeffekt – also die angeborene Fähigkeit des selektiven Hörens – erlaubt es, störenden Lärm bis zu einem gewissen Mass zu ignorieren.

Anders als beim Mikrofon ist es dem Gehör möglich, eine Schallquelle gezielt zu isolieren. Dabei unterdrückt es gleichzeitig Störschall von bis zu 15 dB. Im Ergebnis kommt dies einer Extraktion der Stimme aus einem Klangbrei gleich. Allerdings nur bis zur angegebenen Grenze und es ist anstrengend. Gäste ermüden schnell oder wünschen sich an einen ruhigeren Ort. Die Rechnung fällt klein aus.

Wenn alle arbeiten: die Küche

In vielen Küchen geben Service-Mitarbeiter die Bestellungen der Restaurantbesucher per Zuruf weiter. Andere Gaststätten nutzen Bons. Dann lärmt vielleicht ein Drucker. Noch lange bevor der Gast sein Menü erhält, entsteht Störschall, der Gäste und Beschäftigte beeinträchtigt. In der Küche sind es insbesondere die schallharten Oberflächen wie Fliesen und Edelstahl, die das leiseste Geräusch zu einem symphonischen Klang aufbauen. Aus Hygienegründen sind diese einfach zu reinigenden Oberflächen nützlich. Für die Akustik sind sie eine Herausforderung.

Wo Töpfe klappern und Teller klirren, wo Maschinen arbeiten und wo der Ablauf mündlich in hektischer Betriebsamkeit koordiniert wird, trennen Schallschutztüren und Vorhänge den Gast vom unvermeidlichen Küchenlärm. Für Verbesserungen mit den Mitteln der Raumakustik beschäftigt sich die Ursachenforschung zunächst mit den Verursachern und Überträgern von Körperschall. Dämmende Massnahmen verringern die Auswirkungen spürbar. Sinkt der Umgebungslärm, werden sich auch bei der Gesprächslautstärke Effekte einstellen.

Wenn alle durstig sind: die Bar

Die Bar ist die sichtbare Schnittstelle vom Gast zu den Mitarbeitenden im Restaurant. Die hier Beschäftigten erledigen neben ihrer Aufgabe, Getränke zuzubereiten, gleichzeitig einen erheblichen Anteil der Kommunikation mit den Servicekräften und dem Gast. Gerade hier ist Diskretion gefragt: Wenn sich Gäste mit Fragen an das Personal wenden, möchten sie dabei keine Mithörer. Andere geniessen bequem einen Drink, bis der Tisch frei wird. Eine angenehme Akustik ist an diesem Ort ein Muss.

Absorber lösen im Restaurant viele Akustikprobleme. Platziert an der Bar schaffen sie einen akustisch abgetrennten Raum, in dem Gespräche nicht ermüdend wirken. Davon profitieren zuerst das Personal und dann der Gast. Entspannte Mitarbeiter sind freundlich und entgegenkommend. Sie lesen den Gästen die Wünsche von den Augen ab und versuchen, diese zu erfüllen. Gerade zu Zeiten mit Hochbetrieb erwirtschaften ausgeruhte und frische Beschäftigte ein klares Plus beim Umsatz.

Akustik im Restaurant verfeinern

Absorberelemente brechen den Schall und minimieren Reflexionen. Für die typische Situation von Restaurants empfehlen Raumakustiker, den Frequenzbereich der menschlichen Stimme zu unterstützen und Störschall zu vermindern. Damit entfallen insbesondere tiefe Töne aber auch unerwünschter Nachhall. Absorber treten in ganz unterschiedlicher Form in Erscheinung. Je nach vorhandener Raumausstattung optimieren Akustikbilder, Akustikdecken, Deckensegel oder Trennwände den Klang und die Lautstärke im Restaurant. Gepaart mit baulichen Massnahmen sind noch weitere Ziele erreichbar. Ihr Raumakustiker gibt versiert Einblick und berät.

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