Akustik ABC

Schall-Akustik-Lärm

Unsere Produkte helfen gegen Schall, Akustik und Lärm

Akustikbild

Ein Akustikbild kann ein wahrer Schallschlucker sein. Akustikbilder zeichnen sich durch hochabsorbierende bedruckbare poröse Materialien aus. Meist sind die aus mikrogeschlitztem Stahl, Polyester Akustikvlies oder aus einer gelochten Melaminoberfläche.

Akustikdecken

Akustikdecken zeichnen sich durch einen hohen Schallabsorptionsgrad aus. Die Decke bietet sich sehr gut für den Schallschutz an, weil sie in der Regel die grösste "ungenutzte" Fläche ist. 

Akustikvorhang

Raumakustische Textilien oder auch Akustik Vorhänge werden als solche bezeichnet, wenn diese schallschluckend wirken.

Früher hatte man keine grosse Auswahl diesbezüglich. Wenn Jemand von einem Akustikvorhang sprach, meinte man damit automatisch dicke Veloursstoffe oder Filzvorhänge. Heute gibt es eine grosse Auswahl an akustisch wirksamen Vorhängen, selbst sehr transparente Gewirke haben sehr erstaunliche akustische Absorbereigenschaften.

A-bewertete Schalldruckpegel – dB(A)

Der A-bewertete Schalldruckpegel ist der gewichtete Mittelwert des Schalldruckpegels (dB) in Abhängigkeit von der Frequenz eines Geräusches. Diese Wichtung berücksichtigt die Eigenschaft des menschlichen Gehörs, Schalldruckpegel bzw. Töne unterschiedlicher Frequenzen unterschiedlich stark wahrzunehmen. Besonders  hoch ist die Empfindlichkeit im mittleren Frequenzbereich, dem Bereich der menschlichen Sprache. Nahezu  sämtliche Vorschriften und Richtlinien benennen Werte in dB(A).

Äquivalente Schallabsorptionsfläche

Die äquivalente Schallabsorptionsfläche A ist definiert  als das Produkt  aus dem Schallabsorptionsgrad α eines Materials und dessen Fläche S.

Auralisierung (Hörbarmachung)

Mit Hilfe der Auralisierung  können im Rahmen der Gebäudeplanung die akustischen Bedingungen in einem Raum hörbar gemacht  werden. Grundlage der raumakustischen Auralisierung  können Simulationsrechnungen in einem Computermodell eines virtuellen Raums oder Messungen in einem realen Raum sein. So lassen sich die Hörbedingungen in Räumen vorab demonstrieren und Planungsvarianten direkter als durch Parameterwerte vergleichen.

Bauakustik

Bauakustik ist ein Gebiet der Bauphysik bzw. der Akustik, das sich mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten auf die Schallausbreitung zwischen  den Räumen eines Gebäudes bzw. zwischen  dem Rauminneren und außerhalb des Gebäudes beschäftigt.

Beugungsschall

Trifft eine Schallwelle auf ein Hindernis,  so erfährt  sie an dessen Rändern  eine Richtungsänderung. Ein Teil der Schallenergie gelangt dadurch in den Schattenbereich hinter dem Hindernis. Dieser quasi an der Kante „umgelenkte“ Teil des Schalls wird als Beugungsschall bezeichnet.

Beurteilungspegel (Lr)

Den Beurteilungspegel bestimmen und die Raumakustik verbessern

Der Beurteilungspegel Lr (L für englisch „level“ (= Pegel), r für englisch „rating“ (= beurteilen) ist die maßgebliche Größe zur objektiven Bewertung der Lärmbelastung an einem Arbeitsplatz. Neben der Gewichtung des Schalldruckpegels in Abhängigkeit von der Frequenz (siehe A-bewerteter Schalldruckpegel) werden bei der Bestimmung  des Schalldruckpegels Zu- und Abschläge je nach Charakteristik des Geräusches (z. B. Impulshaltigkeit oder deutliches Hervortreten einzelner Töne) und dessen Einwirkdauer berücksichtigt. Die Angabe des Beurteilungspegels erfolgt ebenfalls in dB(A).

Dezibel (dB)

Logarithmisch definierte Maßeinheit zur Angabe des Schalldruckpegels. Die für den Menschen relevante Skala reicht von 0 dB bis 140 dB. 0 dB bezieht sich auf einen Schall- druck von 20µPa.

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Akustik Dictionnaire
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Einzahlwerte der Schallabsorption

Zur vereinfachten Darstellung der frequenzabhängigen Größe des Schallabsorptionsgrades sowie zum groben Vergleich unterschiedlicher Schallabsorber werden so genannte

„Einzahlwerte“ genutzt. In Europa ist der „bewertete Schallabsorptionsgrad“ αw  nach DIN EN ISO 11654 gebräuchlich. Im amerikanischen Raum verbreitete Einzahlwerte sind der NRC- und der SAA-Wert. Allen genannten Werten liegen Messungen der Schallabsorption in Terzen bzw. Oktaven  zugrunde.

Für eine detaillierte raumakustische Planung ist die genaue Kenntnis dieser Schallabsorptionswerte in Terzen oder wenigstens in Oktaven  erforderlich (siehe „Oktaven“).

Flatterecho

Ein Flatterecho kommt dadurch zustande, dass sich ein Schallsignal zwischen  wenigstens zwei stark reflektierenden Flächen mehrfach hin- und her bewegt. Ein Flatterecho kann subjektiv wahrgenommen werden: ein Schuss oder Händeklatschen klingt dann wie ein schwächer werdendes Maschinengewehrfeuer. Flatterechos werden in der Regel als störend empfunden und sollten vermieden werden. Das kann durch die geometrische Raumgestaltung und/oder durch teilweises Belegen reflektierender Flächen mit absorbierendem Material erreicht  werden.

Frequenz

Die Frequenz bezeichnet die Anzahl von Schalldruckänderungen pro Sekunde. Schallereignisse mit einer hohen  Frequenz werden vom menschlichen Ohr als hohe Töne wahr- genommen, Schallereignisse mit niedriger Frequenz als tiefe Töne. Geräusche wie Rau- schen, Straßenverkehr usw. beinhalten in der Regel eine Vielzahl von Frequenzen. Die Maßeinheit der Frequenz ist Hertz (Hz), 1 Hz = 1/s. Menschliche Sprache bewegt sich

im Bereich von 250 Hz bis 2000 Hz. Der Hörbereich des Menschen liegt zwischen

20 Hz und 20 000 Hz.

Hallraum

Hallräume sind spezielle Laborräume, deren Wände die auftreffenden Schallwellen zu einem sehr hohen  Anteil reflektieren. Hallräume verfügen über besonders lange Nachhallzeiten  im gesamten Frequenzbereich.

Hallraumverfahren

Das Hallraumverfahren dient zur Bestimmung  des frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrades. Hierbei wird eine Probe des zu testenden Materials in einen Hallraum ein- gebracht. Aus der Veränderung der Nachhallzeit im Raum lässt sich die Schallabsorption eines Materials rechnerisch ermitteln.

Hintergrundgeräuschpegel

Als Hintergrundgeräusche werden in der Regel informationsarme Geräusche (z. B. der Klimaanlage oder des Straßenverkehrs) bezeichnet. Die Messung des Hintergrund- geräuschpegels erfolgt in dB oder unter Gewichtung ihrer Frequenzen entsprechend dem menschlichen Gehör in dB(A).

Der Hintergrundgeräuschpegel gibt dabei die Höhe des Schalldruckpegels an, die in

95 % der Messzeit überschritten wurde. Er hat direkte Auswirkungen auf die Verständlichkeit von Sprache.

Hörsamkeit

Die Hörsamkeit eines Raumes bezeichnet dessen Eignung für bestimmte Nutzungen. Einfluss auf die Hörsamkeit hat die Beschaffenheit der Raumbegrenzungsflächen (Wand, Decke, Boden),  der Einrichtungsgegenstände und der anwesenden Personen.

Hörfähigkeit

Die Hörfähigkeit
©123rf.com

Das menschliche Ohr ist ein komplexes "mechanisches System", das die Schallwelleninformation zum Gehirn überträgt. Das menschliche Hörfrequenzband reicht von 20 Hz bis 20.000 Hz, in der Praxis ist das allerdings selten der Fall aufgrund der Einflüsse von:

• Dauerhaftem Hörverlust

• Kinder oder Erwachsene leiden an zeitweisem Hörverlust (krankhaft)

• Fortschreitender Hörverlust (Unsere natürliche Hörfähigkeit nimmt mit dem Alter ab. Ab einem Alter von 30 Jahren verringert sich die Wahrnehmungfähigkeit hoher Frequenzen. Dies führt zu einem Verlust von Sprachverständlichkeit, da die meiste Energie von Konsonanten, die für die Sprachverständlichkeit benötigt wird, in den höheren Frequenzen angeordnet ist). So wirkt auch das Ohr als Geräuschfilter, das negativen Einfluss auf die Sprachverständlichkeit hat.

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Die neue DIN 18401 Hörsamkeit in Räumen
Die neue DIN 18401 Hörsamkeit in Räumen.
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Isophone

Isophone  sind „Kurven gleicher Lautstärke“. Durch sie wird beschrieben, welcher Schalldruckpegel für einen Einzelton bei welcher Frequenz erforderlich ist, um jeweils den gleichen Lautstärkeeindruck bei Menschen zu erzielen.

Kugelschallquellen

Kugelschallquellen sind grundsätzlich solche Schallquellen, die in alle drei Raumrichtungen gleichmäßig abstrahlen. Da kaum ein Lautsprecher in seinem Nahfeld über eine Kugelcharakteristik verfügt,  gibt es für bestimmte Anwendungen in der akustischen Messtechnik spezielle Messlautsprecher, so genannte Dodekaeder-Lautsprecher, in

denen  zwölf Einzellautsprecher nahezu  kugelförmig angeordnet sind und somit zwischen

100 Hz und 4000 Hz annähernd eine Kugelschallquelle bilden.

Lärm

Als Lärm werden Geräusche bezeichnet, die durch ihre Lautstärke und Struktur für den Menschen und die Umwelt gesundheitsschädigend oder störend bzw. belastend wirken. Dabei hängt es von der Verfassung, den Vorlieben und der Stimmung eines Menschen ab, ob Geräusche als Lärm wahrgenommen werden. Die Wahrnehmung von Geräuschen als Lärm und die Lärmwirkung auf den Menschen hängen zum einen von physikalisch mess- baren Größen  ab, z. B. dem Schalldruckpegel, der Tonhöhe, der Tonhaltigkeit und der Impulshaltigkeit. Zum anderen sind subjektive Faktoren  maßgebend: Während der Schla- fenszeit wirkt Lärm extrem störend. Gleiches gilt bei Tätigkeiten, die hohe Konzentration erfordern. Geräusche, die jemand mag, werden auch bei hohen  Lautstärken nicht als störend empfunden, Geräusche, die man nicht mag, gelten schon bei kleinen Lautstärken als störend (z. B. bestimmte Musik). Ferner beeinflusst die persönliche Befindlichkeit die Lärmempfindlichkeit. Von Lärmbelästigung wird dann gesprochen, wenn aufgrund eines oder mehrerer auftretender Geräusche eine Aktivität unterbrochen bzw. behindert wird. Besonders  lärmempfindlich reagieren Personen, wenn die sprachliche Kommunikation gestört wird; z. B. ein lautes Gespräch am Nachbartisch das Zuhören erschwert, wenn sie Denkleistungen erbringen oder wenn sie schlafen wollen.

Lombard Effekt

In einer Umgebung mit hohem Nachhall ist die Verständigung schwierig. 

Während der Kommunikation mit anderen hebt man unwillkürlich seinen Sprachpegel an. Dieses führt zu einem weiter steigenden Lärm­pegel und alle Beteiligten werden zunehmend lauter. Lautes Sprechen lässt wiederum die Sprachverständlichkeit sinken. Dieses Verhalten wird als Lombard Effekt bezeichnet. So zeigten Messungen in Kinder­tagesstätten teilweise einen Lärmpegel über 90 dB(A), welcher zu Hörschäden führen kann.

Nachhallzeit

Sie gibt vereinfacht ausgedrückt die Zeitdauer an, die ein Schallereignis benötigt, um unhörbar zu werden. Technisch wurde die Zeitdauer für eine Abnahme des Schalldruckpegels im Raum um 60 dB als Nachhallzeit T definiert.

Die Nachhallzeit (in Sekunden) gibt an, wie lange ein Geräusch nach dem Abschalten der Schallquelle im Raum hörbar ist. Sie ist ein Kriterium für die Wahrnehmung eines Raumes als akustisch "lebendig" oder "leblos". Der zu erwartende Geräuschpegel eines Raumes kann durch die Nachhallzeit beschrieben werden. Für jeden Raum gibt es in Abhängigkeit von Größe und primärer Nutzung für Sprache oder Musik eine Spanne für die optimale Nachhallzeit (DIN 18041 vom Mai 2004). Die Nachhallzeit für Sprache darf nicht zu lang sein (0,8 s ist eine gute allgemeine Obergrenze), anderenfalls überlagert sich zeitlich aufeinander folgende Sprache und die Sprachverständlichkeit nimmt ab. Ist die Nachhallzeit zu kurz (< 0,4 s), wird der Raum als "leblos" ohne nützliche Verstärkungseffekte empfunden. Das führt insbesondere dann zu Schwierigkeiten bei Gesprächen, wenn die angesprochene Personengruppe über eine größere Distanz, wie zum Beispiel in Klassenräumen oder Besprechungsräumen, erreicht werden soll. Für Lehrer, die für 5 oder 6 Stunden am Tag in akustisch "lebloser" Raumumgebung arbeiten, können Ermüdung, Halsschmerzen und Demotivation die Folge sein. Musikalische Aktivitäten werden von längeren Nachhallzeiten durch die Vermischung einzelner Töne und der Schaffung eines vollen Klangs unterstützt. Immer dann, wenn die Nachhallzeit zu lang ist, wird der wahrgenommene Klang an Klarheit verlieren und als "schwammig" empfunden. Ist sie zu kurz, wird der Klang als "trocken" empfunden, die Musiker erscheinen weit weg und der Klang verliert an "Wärme" und "Fülle". Was auch immer die Anforderung ist, für jeden Raum sollte die Nachhallzeit optimiert werden und weder zu lang noch zu kurz sein. Zu viel Schallabsorption ist, wenn sie nicht benötigt wird, genauso unakzeptabel wie zu wenig, wenn sie benötigt wird! Die DIN 18041 vom Mai 2004 ist eine gute Grundlage für die akustische Bemessung von Räumen

Oktaven

Akustische Kenngrößen wie der Schalldruckpegel oder der Schallabsorptionsgrad werden in der Regel in Schrittweiten von Oktaven  und Terzen angegeben. Die präzise Kenntnis akustischer  Eigenschaften in möglichst kleinen Frequenzschritten des Schalls ist Voraus- setzung für eine genaue akustische Planung. Relevante Oktavfrequenzen in der Raumakustik sind 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1000 Hz, 2000 Hz sowie 4000 Hz. Die Oktavschritte ergeben sich jeweils durch Verdopplung der vorhergehenden Frequenz. Jede Oktave beinhaltet drei Terzwerte (siehe auch „Einzahlwerte“).

Poröse Absorber

Zu den porösen Absorbern zählen beispielsweise Mineralfasern, Schäume, Teppiche, Stoffe etc. Die Wirkungsweise der porösen Absorber beruht darauf, dass der Schall in

die offenen Strukturen des Materials eindringen kann, wo dann die Schallenergie in Wärmeenergie an der Oberfläche der Poren durch Reibung der Luftteilchen  umgewandelt wird. Poröse Absorber haben ihre Absorptionswirkung in erster Linie bei den mittleren und hohen  Frequenzen.

Psychoakustik

Teilgebiet der Akustik bzw. der Lärmwirkungsforschung, das sich mit der subjektiven Wahrnehmung objektiv vorhandener Schallsignale beschäftigt. Sie betrachtet ferner den Einfluss persönlicher Einstellungen und Erwartungen des Hörers auf die Wahrnehmung von Schallereignissen.

Raumakustik

Die Raumakustik ist das Gebiet der Akustik, das sich mit der Auswirkung der baulichen Gegebenheiten eines Raums auf die in ihm stattfindenden Schallereignisse beschäftigt. Hierbei kann es sich um Konzertsäle, Theater, Klassenräume, Studios, Kirchen, aber auch um Büros, Call Center oder Konferenzräume handeln,  in denen  akustische Darbietungen (Sprache oder Musik) oder Kommunikation allgemein stattfinden. Zentrale Frage der Raumakustik ist, welche  Oberflächen eingesetzt werden können, um optimale Hörbedingungen im Raum zu schaffen. Die entscheidende Eigenschaft der Materialien ist in diesem Zusammenhang die Schallabsorption.

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Grundlagen der Raumakustik
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Resonanzabsorber

Der Begriff umfasst alle Arten von Absorbern, die einen Resonanzmechanismus wie z. B. ein eingeschlossenes Luftvolumen  oder eine schwingende Oberfläche nutzen.

Sie eignen sich in erster Linie zur Absorption von Schall mittlerer bis tiefer Frequenzen. Die Wirkung der Resonanzabsorber ist im Maximum meist auf einen Frequenzbereich beschränkt (siehe auch „poröse Absorber“).

Schallabsorber

Schallabsorber sind Materialien, die auftreffenden Schall dämpfen bzw. in andere Energieformen umwandeln. Zu unterscheiden sind poröse  Absorber und Resonanzabsorber bzw. Kombinationen dieser Absorbertypen.

Schallabsorption im Raum

Jede Form von Konversation erzeugt im Raum Schallwellen einer gewissen Energie. Diese Schallwellen breiten sich von der Quelle über Decken, Wände, Boden und alle sonstigen Einbauten in den Raum aus. Ein Teil der Energie wird von deren Oberflächen absorbiert, während der übrige Teil reflektiert wird. Ist ein Raum klein und wird ein großer Anteil des Schalls bei jeder Reflexion absorbiert, wird der Raum als ruhig empfunden (negativ wäre "dumpf"). Er hat eine kurze Nachhallzeit. Bei einem Raum mit größerem Volumen und nur wenig absorbierter Schallenergie an den Oberflächen wird der Raum "halliger" empfunden (Beispiel Kirche). Er hat somit eine lange Nachhallzeit

Sabinesche Nachhallformel

Bei Kenntnis des Raumvolumens und der gesamten in einem Raum vorhandenen äquivalenten  Absorptionsfläche lässt sich anhand der Sabineschen Formel die Nachhallzeit abschätzen, wobei „T“ die Nachhallzeit, „V“ das Raumvolumen und „A“ die gesamte äquivalente Schallabsorptionsfläche bezeichnet.

Die Entdeckung der engen  Beziehung  zwischen  dem Volumen eines Raums, der Schall- absorption der im Raum vorhandenen Oberflächen und der Nachhallzeit geht auf den Physiker Sabine (1868-1919) zurück. Sabine fand heraus, dass sich die Nachhallzeit T proportional zum Raumvolumen V und umgekehrt proportional zu der äquivalenten Absorptionsfläche A verhält:

T = 0,163 x V / A

Die äquivalente Schallabsorptionsfläche A ergibt sich als Summe aller im Raum vorhan- denen  Flächen S, jeweils multipliziert mit dem zugehörigen Schallabsorptionsgrad α der jeweiligen Fläche:

A = α1S1 + α2S2 + α3S3 + … + αnSn

Schallabsorptionsgrad α

Der Schallabsorptionsgrad α eines Materials gibt an, wie groß der absorbierte Anteil des gesamten einfallenden Schalls ist. α = 0 bedeutet, es findet keine Absorption statt, der gesamte einfallende Schall wird reflektiert. Bei α = 0,5 wird 50 % der Schallenergie absorbiert und 50 % reflektiert. Bei α = 1 wird der komplette einfallende Schall absorbiert, eine Reflexion findet nicht mehr statt.

Schalldämpfung

Schalldämpfung zur Verbesserung der Akustik
©123rf.com

Die Schalldämpfung beschreibt die Fähigkeit von Materialien, Schall zu absorbieren bzw. die auftretende Schallenergie in andere Energieformen, letztendlich in Wärmeenergie, umzuwandeln (siehe auch „Schalldämmung“).

Schalldämmung

Schalldämmung bezeichnet die Einschränkung der Schallausbreitung durch Raumbegrenzungen. Die Schalldämmung ist somit eine Maßnahme zur akustischen Trennung von Räumen gegen  nicht erwünschten Schall von Nachbarräumen oder von draußen. Dieses hat nichts mit der benötigten akustischen Schalldämpfung im Raum zu tun (siehe auch

„Schallabsorption“). Die Schalldämmung ist eine grundlegende Größe der Bauakustik. Unterschieden werden die Luftschalldämmung und die Trittschalldämmung. Luftschall entsteht durch Schallquellen im Raum, die keine unmittelbare Anbindung an die Raumbegrenzungen haben,  z. B. sprechende Menschen. Trittschall entsteht dagegen durch Körperschall (Schritte, Klopfen), der seinerseits Wände oder Decken zur Abstrahlung von Luftschall anregt. Sowohl für die Luftschalldämmung als auch für die Trittschalldämmung existieren baurechtlich eingeführte Anforderungen an Gebäude.

Schalldruck

Allen Schallereignissen ist gemeinsam, dass sie kleine Schwankungen des Luftdrucks auslösen,  die sich in elastischen  Medien wie Luft oder auch Wasser ausbreiten können. Daher spricht man vom Schalldruck eines Tons. Je stärker die Druckschwankungen aus- fallen, desto lauter ist das Schallereignis. Je schneller sich die Schwankungen vollziehen, desto 

Schalldruckpegel (Lp)

Der Schalldruckpegel (L von engl. level: „Pegel“ und p von engl. pressure: „Druck“) ist eine logarithmische Größe zur Beschreibung der Stärke eines Schallereignisses. Häufig wird der Schalldruckpegel – nicht ganz korrekt – als „Schallpegel“ bezeichnet. Der Schall- druckpegel wird mit der Maßeinheit Dezibel (Abkürzung dB) gekennzeichnet.

Die Messung von Schalldrücken erfolgt mit Mikrofonen. Der messbare Pegelbereich beginnt  nicht wesentlich unter 0 dB und endet  bei einer Größenordnung von ca. 150 bis

160 dB

Schallereignisse

Zusammenfassende Bezeichnung für Töne, Musik, Knalle, Rauschen,  Knistern, etc.

Schallschirmung

Grundsätzlich ist ein Schallschirm ein Hindernis,  das die direkte Ausbreitung des Schalls von einer Quelle zu einem Empfänger unterbricht. Dies kann eine Stellwand oder ein Aufsatz auf einen Schreibtisch sein. Auch Schränke und andere großflächige Einrichtungselemente können die Funktion eines Schallschirms übernehmen. Schallschirme können mit einer schallabsorbierenden Oberfläche ausgestattet sein, die die Schallausbreitung zusätzlich reduziert.

Schallspektrum

Das Schallspektrum beschreibt die Frequenzzusammensetzung des Schalls. Reine Töne sind Schallereignisse mit einer einzelnen Frequenz. Eine Überlagerung von Tönen mit unterschiedlicher Frequenz wird als Geräusch oder Klang bezeichnet.

Schallschutz

Ein Schallschutz zum aktiven Schutz gegen Schall & Lärm
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Als Schallschutz bezeichnet man alle Massnahmen welche versuchen den Raum-und Trittschall einzudämmen.

Schallwellen

Schwankungen des Luftdrucks, die durch Schallereignisse ausgelöst werden, werden Schallwellen genannt. Die Länge der Schallwellen definiert  die Frequenz, die Höhe der Schallwellen den Pegel. Lange Schallwellen haben eine geringe Frequenz und werden als tiefe Töne wahrgenommen. Kurze Schallwellen haben eine hohe Frequenz und werden als hohe Töne wahrgenommen.

Eine 100 Hz-Welle hat in der Luft eine Ausdehnung von 3,40 Metern, eine 5000 Hz- Welle eine Ausdehnung von ca. 7 Zentimetern.

Signal

Das Nutzsignal ist die Schallquelle, "die wir verstehen wollen" an jeder beliebigen Empfangsposition, es ist üblicherweise:

• Natürliche Sprache

• Künstlich verstärkte Stimme

• Musik Das Signal wird in akustischen Messungen ausgedrückt durch den über den gesamten Zeitraum des Auftretens im Raum gemittelten Schallpegel (in dB) (gemittelt über Raum und Zeit).

„Sound masking“

Beim „Sound masking“ werden gezielt natürliche  (z. B. Vogelgezwitscher) oder künst- liche (z. B. Rauschen) Geräusche genutzt, um andere Geräusche zu überlagern. Diese Methode kann beispielsweise zur Verdeckung von informationshaltigen Geräuschen genutzt werden, wenn die sonstigen Hintergrundgeräusche zu gering sind, um diesen zu „maskieren“.

Spektrum

Das Spektrum eines Schallereignisses beschreibt die Frequenzzusammensetzung des Schalls. Reine Töne sind Schallereignisse mit einer einzelnen Frequenz. Eine Überlagerung von Tönen mit unterschiedlicher Frequenz wird als Geräusch oder Klang bezeichnet.

Sprachverständlichkeit

Rolle der Akustik bei der Sprachverständlichkeit
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Sprachverständlichkeit beschreibt den Zusammenhang der Qualität von sprachlicher Kommunikation, die sich entweder bei natürlicher Sprache oder mit elektro-akustisch verstärkter Sprache bei den vorhandenen Umgebungsbedingungen ergibt. Das Maß für die Sprachverständlichkeit ist im Anhang A (informativ) der DIN 18041 beschrieben. Allen europäischen Regelungen gemeinsam ist aber die Verwendung des Signal-Rausch-Abstands zur Bestimmung der Sprachverständlichkeit. Sie drückt die Differenz in Dezibel zwischen dem Sprachpegel und dem Hintergrundgeräusch aus (wahrgenommen an der Hörerposition). Zur Erzielung einer exzellenten Sprachverständlichkeit muss die Differenz mind. 10 - 15 dB für Menschen mit gutem Gehör und 20 - 30 dB für Hörgeschädigte oder für Head-Set-Nutzer betragen (wahrgenommen an der Hörerposition).

Wandsabsorber

Als Wandabsorber bezeichnet man eine Vielzahl akustisch wirksamer Oberflächen welche an den Wänden zum Einsatz gebracht werden können. Diese können aus Polyester-Platten, Gips, gelochte Holzoberflächen, akustisch wirksame Melaminharzschaumstoffe, Akustikstoffe etc. sein.