Schallabsorber

Schallabsorber: gestalterisch wertvolle Akustikelemente

Schallabsorber leisten hochwertige Arbeit bei der Verbesserung der Raumakustik. Sie können als Paneele an Wand und Decke angebracht werden und vermindern Lärm und Nachhall im Raum. Ob im Büro oder in privaten Räumlichkeiten – die Absorber erhöhen die Wohnqualität und schaffen eine angenehme Atmosphäre. Doch wie funktionieren Schalldämpfer eigentlich und welche Arten von Absorbern gibt es? All das erfahren Sie hier.

Schallabsorber für bessere Raumakustik

In der modernen Architektur überwiegen vor allem schallharte und glatte Oberflächen wie Glas, Beton oder geschlossene Holzkonstruktionen in Kombination mit reduziertem Mobiliar. So stilvoll dieser Einrichtungsstil auch ist – für die Raumakustik ist er nicht gerade ideal. Denn diese Bausubstanzen erzeugen eine lange Nachhallzeit, was nicht nur die Sprachverständlichkeit im Raum mindert, sondern vom menschlichen Ohr auch als störend wahrgenommen wird.

Der Grund: Wenn Nachhall von glatten Decken, Wänden, Böden und Fenstern reflektiert wird, entsteht ein diffuses Geräuschbild. Hier kommen schalldämpfende Maßnahmen ins Spiel!

Was können Schallabsorber?

Als Schallabsorber bezeichnet man Akustikelemente, die zur Optimierung der Raumakustik beitragen. Sie werden meistens an Decken und Wänden angebracht und dienen der Schallabsorption oder Schalldämpfung. Der Effekt ist simpel: Störender Schall wird reduziert und das Wohlgefühl im Raum deutlich erhöht.

Schalldämpfer sind also optimale Ergänzungen zur modernen Architektur und beeinflussen die Akustik im Raum auf mehrere Arten, denn sie…

  • verringern die Nachhallzeit,
  • senken den Geräuschpegel im Raum,
  • …und verbessern die Sprachverständlichkeit.

 

Für diese Räume eignen sich Schallabsorber

Haben Sie das Gefühl, dass es in einem bestimmten Raum zu laut ist und es zu viele störende Hintergrundgeräusche gibt? Die Gründe dafür können in einer schlechten Raumakustik liegen. In dem Fall kann ein Schallschutz Abhilfe schaffen und das Raumklima deutlich verbessern. Am besten eignen sich Absorber dort, wo viele Menschen im Gespräch sind, wie etwa in öffentlichen Gebäuden, Restaurants, Schulen oder Büros. Doch Schallabsorber werden auch für die Verbesserung des Klangs von Heimkinos oder HiFi-Anlagen verwendet.

Gerade in Großraumbüros sind Mitarbeiter ständig einer gewissen Geräuschkulisse ausgesetzt, die sich nicht nur negativ auf die Konzentration auswirkt, sondern längerfristig sogar die Gesundheit von Körper und Geist beeinflusst. Ein Schallschutz nimmt jedoch Hintergrundlärm auf und dämpft so den Geräuschpegel. Aber selbst in den eigenen vier Wänden können die Absorber die Akustik und damit auch die allgemeine Atmosphäre im Raum wesentlich verbessern. So können Schallabsorber am Balkon, im Wohnzimmer oder in beinah jedem anderen beliebigen Raum platziert werden.

Funktionalität gepaart mit Design: Möglichkeiten zur Schalldämpfung

Absorber sind in einer großen Auswahl an Formaten und Farben erhältlich und dienen zusätzlich zu ihren schalldämpfenden Eigenschaften auch als optisches Gestaltungselement. Sie können direkt an bestehenden Wänden oder Decken montiert werden und individuell an die jeweilige Situation angepasst werden. Dafür gibt es unterschiedliche Ausführungen:

  • Wandpaneele: Wie der Name schon sagt, werden Wandabsorber einfach an der Wand angebracht. Sie nehmen keinen Platz im Raum weg und lassen sich auch für Räume mit niedriger Decke.
  • Deckenpaneele: Diese Absorber werden als Deckensegel oder spezielle Leuchten mithilfe von Seilen an der Decke angebracht und bilden dadurch quasi eine akustikoptimierte Decke unter der eigentlichen Zimmerdecke. Sie eignen sich vor allem für Räume mit einer höheren Decke.
  • Akustikbilder: Als Akustikbilder werden Wandpaneele bezeichnet, die optisch wie ein Wandbild aussehen, aber eigentlich Schallabsorber sind. Neben der schalldämpfenden Wirkung haben sie zusätzlich einen gestalterischen Effekt und können mit beliebigen Motiven bedruckt werden.
  • Akustikvorhänge: Diese Vorhänge sind speziell auf die Schallabsorption ausgelegt und können sowohl daheim als auch im Büro verwendet werden.
  • Trennwände: Mithilfe von Trennwänden lassen sich Räume flexibel in mehrere Teilbereiche gliedern, während gleichzeitig der Schall effektiv geschluckt wird.

Die Funktionsweise von Schallabsorbern

Schalldämpfer funktionieren, indem sie Schallenergie in andere Energieformen umwandeln. Bei sogenannten porösen Absorbern ist der Prozess ganz einfach: Schallwellen treffen auf den Absorber und dringen durch das offenporige Material ein. Durch die Bewegung der Luftteilchen entsteht Reibung, wodurch die Schallwellen einen Teil ihrer Energie verlieren.

Auf diese Weise wird die Schallenergie in Wärmeenergie umwandelt und der allgemeine Schallpegel reduziert. Die Wärme, die dadurch entsteht, ist allerdings so gering, dass sie nicht spürbar ist.

Bestehen die Schallabsorber aus Platten, werden sie durch ihr hohes Eigengewicht zum Mitschwingen gebracht, wodurch das Schallfeld ebenfalls Energie verliert. Wenn verschiedene Akustikelemente kombiniert werden, kann die Absorption sogar relativ breitbandig erfolgen.

Diese Arten von Absorbern gibt es

Grundsätzlich unterscheidet man bei der Schalldämpfung zwischen porösen Absorbern und Resonatoren. Für die Absorption von höheren Frequenzen ist ein Material nötig, das einen hohen Strömungswiderstand bietet und somit auch eine stärkere Reibung erzeugt. Tiefe Töne werden hingegen am besten von einem Material mit hoher Stärke geschluckt. Um die gesamte Frequenzbreite von Schall im hörbaren Bereich zuverlässig abzuschwächen, ist die Kombination aus beiden Anwendungen ideal.

Poröse Absorber

Diese Schalldämpfer verfügen über eine offenporige Oberfläche und bestehen aus organischem oder mineralischem Fasermaterial. Dabei kommen meist Textilien, Mineralwolle, Teppiche und manche Arten von Schaumstoff zum Einsatz. Trifft Schallenergie mittlerer und hoher Frequenzen auf den Absorber, dringt sie in das Material ein und wird in Wärme umgewandelt. Dadurch wird nur ein geringer Teil des Schalls wieder zurückgeworfen und die Absorber erfüllen Ihren Zweck.

Die meisten porösen Absorber zählen zu den sogenannten Höhenabsorbern, die etwa ab 5 kHz wirksam sind. Dabei gilt: Je höher die Frequenz des Schalls, desto besser wird er von den Absorbern geschluckt.

Resonzabsorber

Resonatoren bieten eine eher schmalbandige Schallabsorption und nehmen mittlere bis tiefe Frequenzen auf. Mittenabsorber wirken im Frequenzbereich von ca. 500 Hz und benötigen im Vergleich zu Höhenabsorbern schon ein wesentlich dickeres Material für die Schallabsorption. Ein Tieftonabsorber ist hingegen je nach Anforderung meist auf 70 bis 300 Hz ausgelegt.

Resonanzabsorber sind meist sogenannte Plattenresonatoren, die aus einer luftdichten Platte und einem dahinter liegenden Lufthohlraum bestehen. Dadurch entsteht ein Masse-Feder-System, bei dem der Resonator durch zum Mitschwingen gebracht wird und die Schwingungsenergie des Schalls in Wärme umwandelt.

Verschiedene Absorberklassen

Je nach Absorptionsgrad werden Akustikelemente zudem in verschiedene Absorberklassen von 0 (keine Absorption) bis 1 (vollständige Absorption) eingeteilt. Jede der einzelnen Klassen kann dabei auf einem unterschiedlichen Gebiet zum Einsatz kommen. Ein Absorber wird daher folgendermaßen klassifiziert:

A: αw: 0,90 – 1
B: αw: 0,80 – 0,85
C: αw: 0,60 – 0,75
D: αw: 0,30 – 0,55
E: αw: 0,15 – 0,25
nicht klassifiziert: αw: 0 – 0,10


Wenn Sie Ihre Räumlichkeiten also mit Schalldämpfern ausstatten wollen, ist wichtig, dass Sie einen Absorber auswählen, der auf den jeweiligen Raum sowie auf den entstehenden Schall einwandfrei abgestimmt ist. Nur dann kann die Schalllösung ihren Zweck auch bestens erfüllen.

Raumakustik und Schallabsorber mit Konzept

Das Ziel von Schalldämpfern ist, die Akustik in Räumen präzise zu steuern und für den jeweiligen Nutzen perfekt auszurichten. Denn ein Heimkino benötigt andere Schalllösungen wie etwa ein Großraumbüro.

Beim Kauf von Absorbern sollte also stets auf die Frequenzen geachtet werden, die gedämpft werden sollten. Um ein ganzheitliches Raumkonzept mit optimalem Schallschutz zu erreichen, müssen zunächst einige Fragen geklärt werden:

  • Welche Schallquellen beherbergt der Raum?
  • Wie intensiv wirkt der zu erwartende Schalldruck?
  • Für welche Zwecke wird der Raum genutzt?
  • Wie gestaltete sich die Einrichtung aus Mobiliar und anderen schallabsorbierenden Oberflächen?

 

Für den maximalen Erfolg werden Schallschutz und Raumakustik bestmöglich aufeinander abgestimmt. Dazu sind in jedem Fall eine fachmännische Beratung, Planung und Realisation nötig, um die richtigen Schallabsorber zu finden. Auf diese Weise können Sie störenden Lärm wirksam reduzieren und die Lebensqualität in Ihren Räumlichkeiten wesentlich verbessern!